Salicornes (Queller)

Der europäische Queller ist eine einjährige Salzpflanze, die bis zu einem halben Meter groß werden kann. Angeboten wird sie meist in gut sortierten Fischabteilungen. Ich habe sie deshalb lange für eine Algenart gehalten. Der Queller wird auch als Meeresspargel bezeichnet, was die Sache ganz gut trifft. Die Wildpflanze wird von Hand geerntet und ist daher ziemlich teuer. Der Queller kann roh oder sehr kurz blanchiert gegessen werden.

Zucchiniblüten

Wer etwas über einen Menschen erfahren möchte, kann in den Kleiderschrank schauen oder unter das Bett. Ich sehe in den Kühlschrank. Zucchiniblüten finde ich dort fast nie. Auf dem Markt auch nicht. Dabei sind diese hübschen Dinger beglückend delikat und sehr leicht selbst zu ziehen. Ich habe drei Pflanzen auf meiner Fensterbank. Mit etwas Pflege habe ich jeden Tag ein oder zwei Blüten. Dieser kleine Kürbis ist sozusagen die Henne unter den Pflanzen.

Fenchel mit Tomate und Thymian

Das ist eine herrliche Vorspeise im Sommer oder eine elegante Beilage zum Wolfsbarsch mit Fenchel. Der Fenchel muss jung und knackig und darf nicht holzig sein. Wenn die einzelnen Schichten recht dick sind und grobe Rippen haben, eignet sich die Knolle nicht für diese Zubereitung.

Fenchelsalat

Der Fenchel ist bisher zum Glück von den Hipstern verschont geblieben. Wahrscheinlich gibt es in Berlin irgendwo Craft Beer mit Fenchel. In deutschen Küchen gibt es das Wurzelgemüse offenbar nur, wenn es der Bauer in die Biokiste gelegt hat.

Fenchel

Der Fenchel ist deutschen Köchen bis heute fremd geblieben. Selbst Hipster haben ihre Probleme mit dem Doldenblütler. In meinem einzigen Kochbuch zur deutschen Küche steht er nicht einmal im Register.

Tomatencoulis

Diese rohe Tomatensauce passt fast immer. Perfekt zur Paprikamouse oder zu einem kurz und kross auf der Haut angebratenen Fischfilet oder zu Gnocchi. Es ist wichtig, dass das Olivenöl nicht zu heiß wird. Die Sauce würde die Frische verlieren.

Paprikamousse

Dieses Rezept nach Raymond Blanc ist beste französische Landküche. Die Mousse ist delikat, etwas aufwändig und wirkt doch eher bescheiden auf dem Tisch an einem lauen Sommerabend mit Freunden.

Getrockneter Knoblauch

Getrockneter Knoblauch im Gewürzregal ist heute schlimmer als Udo Jürgens in der Plattensammlung. Das ist verständlich, wenn man nur das fade Zeug aus dem Supermarkt kennt. Dabei ist selbst getrockneter Knochlauch sehr delikat und einfach gemacht.

Favabohnen

Was Geranien für die Balkonpflanzen sind, das sind deutsche Esser in der kulinarischen Welt. Wahrscheinlich gibt es deshalb die Favabohne so selten auf unseren Wochenmärkten. Bekannt (oder eben nicht) ist sie auch als Saubohne, Schweinsbohne, Pferdebohne oder Viehbohne. Wen wundert’s bei diesen Namen! Ich mag Favabohne am liebsten.

Getrocknete Zwiebeln

Mit Zwiebelpulver macht man sich keine Freunde. Das hat es gemeinsam mit dem getrockneten Knoblauch. Dabei ist selbst gemachtes Zwiebelpulver wunderbar süß und würzig.