Sauerampfer

Jedes Jahr freue ich mich, wenn ich im März oder April nach dem Bärlauch den ersten Wiesen-Sauerampfer ernten kann. Zunächst wachsen die jungen Blätter bodennahe. Etwas später ist die Pflanze leicht an dem hohen Blütenstand mit roten Blüten zu erkennen. Die älteren Blätter schmecken nicht schlechter als die jungen Triebe. Sie eignen sich aber weniger für einen Salat.

Da die Blätter viel Oxalat enthalten, kann der Sauerampfer für empfindliche Esser unbekömmlich sein. Je roter die Blätter sind, desto mehr Oxalsäure enthalten sie.

Leider ist das Blattgrün noch empfindlicher als beim Basilikum. Über 80 Grad werden die Blätter sofort braun. Das sieht bei einer leckeren Sauerampfersuppe nicht besonders attraktiv ist. Ich gebe daher nach dem Kochen noch frisch geblitzten Sauerampfer dazu. Das gibt eine schöne Farbe und noch etwas mehr Säure.

Die Blattstängel müssen nicht herausgeschnitten werden, wenn der Sauerampfer püriert wird. Für einen Salat kann das bei älteren Blättern aber sinnvoll sein.