Nudeln kochen

Nirgendwo halten sich Mythen so lange wie in der Kochkunst. Die italienische Küche ist hier besonders erfinderisch. Vielleicht müssen die kleinwüchsigen italienischen Küchenchefs alles ein wenig aufplustern.

Es hat sich inzwischen herumgesprochen, dass man Nudeln nicht mit Öl kocht. Bringt nichts und macht den Abwasch mühsamer. Hartnäckig hält sich allerdings das Gerücht, Nudeln müssten in riesigen Mengen Wasser gekocht werden. Bei den getrockneten Hartweizennudeln ist das nicht nötig und hat sogar Nachteile.

Man muss sich schon sehr anstrengen, um Nudeln selbst mit sehr wenig Wasser beim Kochen verkleben zu lassen. Eine Ausnahme sind Conchiglie. Die Muschelnudeln können sich leicht ineinander legen und garen dann ungleichmäßig.

Für die meisten Sorten reicht es, wenn sie nur leicht mit Wasser bedeckt sind. Das spart Energie und Salz. Außerdem enthält das Kochwasser dann viel mehr Stärke und emulgiert besser die Nudelsauce oder das Öl.

Bei frischen Nudeln sieht die Sache allerdings anders aus. Sie nehmen sehr viel Wasser auf und geben große Menge Stärke an das Wasser ab. 1 Liter Wasser pro 100 Gramm darf es dann schon sein.